Forscher warnen: 1,2 Millionen Kinder weltweit werden indirekt durch Corona sterben

Die Sars-CoV-2-Pandemie dürfte laut der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health Millionen Kinderleben kosten, nicht weil die sich mit dem Virus infizieren haben, sondern aufgrund der entstandenen Umstände

London (kath.net)

Die Sars-CoV-2-Pandemie dürfte laut Wissenschaftler der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health weltweit Millionen Kinderleben kosten, nicht weil die sich mit dem Virus infizieren haben, sondern weil die dadurch entstandenen Umstände ihre medizinische Versorgung beeinträchtigen. Dies berichtet Focus unter Berufung auf das Fachblatt „The Lancet“. Demnach sollen weltweit in den kommenden sechs Monaten täglich zusätzlich 6.400 Kinder vor dem fünften Lebensjahr sterben.  Das Problem in vielen ärmsten ländern ist das  Verschlechterung des Gesundheitssystems und einer Zunahme von Mangelernährung um 10 Prozent. In worst case gehen die Wissenschaftler von einer Zunahme von Mangelernährung um 50 Prozent und einem Rückgang der gesundheitlichen Abdeckung um bis zu 51,9 Prozent aus. Dies heißt, dass innerhalb von sechs Monaten zusätzliche fast 1,2 Millionen Kinder und 56.700 Mütter sterben werden Auf ein Jahr gerechnet  wären dies 2,3  Millionen Kinder und 113.400 Mütter weltweit könnten.

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