Gegen Kindersoldaten

Das ist ein Graffiti in Myanmar gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Auf dem Schild steht „Töte nicht meine Freunde“
[© AK Rockefeller / CC BY-SA 2.0]

Lange Zeit war Myanmar das Land mit den meisten Kindersoldaten auf der ganzen Welt. In diesem Land gab es zahlreiche Kriege und Auseinandersetzungen zwischen der Militärregierung und Rebellen, die in vielen Regionen des Landes kämpften und noch kämpfen. Jeder fünfte Soldat war noch im Kindesalter. Die Armee verschleppte die Kinder und zwang sie, im Krieg zu kämpfen. Sogar ganze Schulklassen wurden zum Kämpfen gezwungen. Manche Kinder kamen sogar „freiwillig“. Das waren meist Kinder ohne Eltern, die sonst keine Chance sahen zu überleben und in der Armee Schutz suchten.

Die Kinder werden ausgenutzt

Auch die Militärs setzen gerne Kinder ein, denn sie widersprechen nicht so oft wie die Erwachsenen, kosten kaum Geld und lassen sich leichter beeinflussen. So wurden Kinder sogar in Minensuchfeldern eingesetzt. Wer nicht mehr wollte, hatte kaum eine Chance wegzulaufen. Wohin auch?

Der Missbrauch wird fortgesetzt

Seitdem es eine neue Regierung gibt, hat diese versprochen, dem ein Ende zu setzen. Wie viele Kinder sich noch in den Händen des Militärs befinden, weiß man nicht genau. Seit März 2011 gibt es in Myanmar eine zivile Regierung. Doch immer noch werden Kinder – jetzt von den Rebellengruppen, – als Soldaten in den Kampf geschickt. Und solange hier noch weiter gekämpft wird, müssen wir leider davon ausgehen, dass es auch weiter Kindersoldaten in Myanmar geben wird.

Straßenkinder

Vor allem in den Städten leben viele Kinder auf der Straße. Manche, weil ihre Eltern tagsüber arbeiten, andere, weil sie keine Eltern mehr haben. Diese Kinder sind besonders oft Opfer von Missbrauch und bedürfen des Schutzes und der Unterstützung.

Kinderarbeit

Noch 2014 war Myanmar auf dem dritten Platz der Länder, in denen es große Probleme mit der Arbeit von Kindern gab. Noch wenige Jahre vorher stand es sogar auf Platz 1. Dies war natürlich keine Auszeichnung.

Doch am 18. Dezember 2013 hat Myanmar die ILO-Konvention 182 unterschrieben. Hierin werden die schlimmsten Formen von Kinderarbeit verboten. Auch wenn dieses Vorhaben leider noch nicht immer in die Tat umgesetzt wird, ist es immerhin ein erster Ansatz, die Situation von Kindern in Myanmar zu verbessern.

Kinder arbeiten auf Plantagen und ernten Bambus und Reis, sie schlagen Teak, sie arbeiten in Ziegeleien, als Bauarbeiter oder Fischer.

Schlimm ist auch die Arbeit in den Edelsteinminen des Landes. Myanmar ist für seine Rubine sehr berühmt, auch für Jade. Das ist ebenfalls ein wertvoller Stein. Viele religiöse Figuren bestehen aus Jade. Doch Edelsteine, die von Kindern ausgegraben wurden, sollten gar nicht verkauft werden.